Vorschau: Edge of Eternity

Natürlich waren nicht nur die großen Publisher mit ihren Blockbuster-Titeln auf der diesjährigen gamescom vertreten, sondern auch kleine Entwickler. So zum Beispiel das französische Team von Midgar Studio, die derzeit an Edge of Eternity werkeln. Ich konnte dort das im japanischen Stil gehaltene Strategie-Rollenspiel bereits etwas anspielen und verrate euch jetzt, wieso man das Projekt im Auge behalten sollte.

Um was geht’s?

Die Entwicklungsgeschichte von Edge of Eternity ist bereits belebter, als man glauben möchte. So startete das Team schon 2013 den Versuch, das Projekt über Kickstarter zu finanzieren – jedoch ohne Erfolg. Doch aufgeben wollte man deswegen nicht. Knapp zwei Jahre später entschloss man sich, mit einer frischen Vision das Projekt erneut auf die Crowdfunding-Seite für eine Teilfinanzierung zu stellen und konnte schließlich mit über 160000$ den Mindestbetrag von 44000$ um ein Vielfaches übertreffen und so unter anderem noch Komponist Yasunori Mitsuda und das Bratislava Symphonic Orchester für den Soundtrack an Bord holen.

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Doch was ist Edge of Eternity eigentlich? Die Entwickler selbst beschreiben das Spiel als einen Tribut an klassische J-RPGs, das eine Sci-Fi/Fantasy-Welt mit verzweigter Story bietet und außerdem mit einem Active-Time-Battle-Kampfsystem aufwartet. Über die Geschichte und die Charaktere konnten wir in unserer kurzen Zeit mit dem Spiel zwar noch nicht viel in Erfahrung bringen, doch dafür konnten wir bereits einen näheren Blick auf das Kampfsystem und die Welt werfen.

Schöne neue Welt

Das Demo-Gebiet bestand aus einem von Berghängen umschlossenen Tal mit viel grüner Wiese in dessen Ferne die Silhouette eines großen Schlosses hervorragte. Da wir ohne große Hinweise in die Welt geworfen wurden, war das Ziel instinktiv der Weg zu selbigem. Wir steuerten den rothaarigen Protagonisten, welchen man auch in sämtlichen Promo-Videos sehen kann. Die Aufmachung und Stimmung der Welt sowie ihrer Charaktere erinnern dabei an eine Mischung aus Xenoblade Chronicles und Sword Art Online – sogar jede Menge fliegender Inseln konnte man erkennen, wenn man die Kamera gen Himmel drehte. Besonders erstaunlich ist dabei, wie gut das Spiel optisch doch aussieht. Wer es nicht besser wüsste, würde hier nicht auf die Idee kommen, dass ein kleines Team von Indie-Entwicklern dafür verantwortlich sind.

Das taktische ATB-System

Der Weg zum Schloss bestand aus einem eher linearen Pfad, welcher allerdings hier und dort kleine Abzweigungen bot und von allerlei Monstern bewandert wurde. Richtig, sämtliche Gegner kann man auf dem Feld sehen und mit etwas Geschick auch umgehen, wenn man gerade keine Lust zum Kämpfen hat. Ansonsten läuft man einfach direkt in sie rein, wodurch sich ein separater Kampfbildschirm öffnet und sich die eigene Truppe und Gegner in gewohnter ATB-Manier gegenüberstehen.

Die Aufmachung und Stimmung der Welt sowie ihrer Charaktere erinnern dabei an eine Mischung aus Xenoblade Chronicles und Sword Art Online.

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Zu Beginn war es schwer die Übersicht zu behalten, welchem Charakter man nun gerade welche Befehle erteilt und auch das Bestätigen der Eingabe schien stets einen Tastendruck mehr als üblich zu benötigen. Nach einigen Kämpfen hatten wir aber die Grundzüge des Systems verstanden und betrachteten auch den taktischen Aspekt des Spiels näher. Der Kampfbildschirm ist in (zunächst nicht sichtbare) Sechsecke unterteilt, welche jeweils die Position sämtlicher Figuren bestimmen. Je nach Lage und Entfernung sind andere Fähigkeiten effektiv und es kann vorkommen, dass ein Sechseck mit einem Statuseffekt wie z.B. Feuer belegt ist. Um zu verhindern, dass die eigenen Charaktere durch das Feuer verletzt werden, sollte man daher entweder mit einem Item Abhilfe schaffen oder ganz einfach die Position wechseln. Auf dem Weg konnten wir noch mit einigen NPCs reden, darunter unter anderem ein Händler, der RPG-übliche Items wie Status- und Heiltränke anbot. Nach einigen Kämpfen gegen Diebe und verschiedene Monster, sind wir schließlich am Schloss angekommen und unsere Zeit war leider auch schon wieder um.

Edge of Eternity hat auf der gamescom einen guten ersten Eindruck hinterlassen. Die Welt ist optisch sowie stilistisch wirklich schön gestaltet und das Kampfsystem hat nach etwas Eingewöhnungszeit durchaus Laune gemacht. Letztendlich wird der Titel für mich aber vor allem mit seinen Charakteren und der Story punkten, von denen ich bislang noch nicht viel sehen konnte. Ich freue mich aber bereits auf den Release gegen Ende des Jahres!

Ouji

Ouji

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