Vorschau: Final Fantasy XV

Kurz vor dem Start der gamescom erreichte uns die traurige Nachricht, dass Final Fantasy XV um zwei Monate nach hinten verschoben wurde und somit statt dem geplanten 30. September, nun am 29. November 2016 erscheint. Nichtsdestotrotz konnte ich die kommende Rollenspiel-Hoffnung von Square Enix bereits auf der Messe anspielen und euch nun außerdem verraten, wieso die Verschiebung der richtige Schritt war und sich Fans nun umso mehr auf das Abenteuer rund um Prinz Noctis und sein Gefolge freuen dürfen.

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Ungewohnte Ausgangslage

Entgegen der Tradition früherer Serienteile schlüpft ihr in Final Fantasy XV ausschließlich in die Rolle von Kronprinz Noctis, der sich zusammen mit seinen drei Kameraden auf eine Reise in ein fernes Land begibt. Sammelte man bei früheren Final Fantasys noch nach und nach seine Truppe aus zunächst fremden Personen zusammen, startet man dieses Mal gleich mit dem Kernteam aus vier guten Freunden. Bereits in dem etwa halbstündigen Intro-Segment des Spiels wird dabei die Beziehung der drei durch die Gespräche währen dem Erkunden, oder auch durch allerlei kleine Details gelungen dargestellt. Hier mal ein Handschlag auf den Rücken, da mal eine kleine Stichelei untereinander und auch im Kampf helfen sie sich aktiv mit fließenden Combo-Attacken sowie diversen Items.

Die Reise beginnt

Nach einigen Eröffnungssequenzen, stranden die vier Jungs im Hammerhead, einer Auto-Werkstatt, die von Cid und seiner Enkelin Cidney geführt wird. Um ihr defektes Auto, die Regalia, zu reparieren, müssen sie dafür einige Aufträge annehmen und das nötige Kleingeld sammeln. Von hier aus können wir nun bereits das weitläufige Startgebiet des Spiels nach Belieben bereisen. Neben Interaktionen mit NPCs, kann man sich unter Anderem im nächstgelegenen Diner mit allerlei Items eindecken, die Gegend erkunden oder ganz einfach der Hauptquest folgen.

Dank Noctis Fähigkeit, sämtliche Waffentypen zu verwenden, von denen man stets vier Stück auf das Steuerkreuz für die Schnellauswahl legen kann, bleibt die Action nicht nur spielerisch abwechslungsreich, sondern auch optisch interessant.

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Neigt sich der Tag dem Ende, kann man entweder im freien zelten oder im Diner übernachten. Hier werden die gesammelten Erfahrungspunkte, die man den Tag über gesammelt hat, den Charakteren gutgeschrieben. Je nachdem wie die Wahl ausfällt, erhält man auch hier unterschiedliche Boni und Ereignisse. Zum Beispiel kocht Ignis nur beim Campen unter freiem Himmel Gerichte aus den besiegten Monstern, wobei jedes Gericht unterschiedliche Boni ( Stärke, Level Up….etc.) für den nächsten Tag bringt. Interessant ist übrigens, dass in einigen Gesprächen Dialogoptionen geboten werden und man dabei je nach Antwort auch Boni – bspw. Geld – bekommt.

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Dynamische Kämpfe

Das Echtzeit-Kampfsystem hat seit dem Release von Episode Duscae und der Platinum Demo einige Schritte nach vorne gemacht und fühlt sich nun wie ein gelungener Mix der beiden Versionen an. Dank Noctis Fähigkeit, sämtliche Waffentypen zu verwenden, von denen man stets vier Stück auf das Steuerkreuz für die Schnellauswahl legen kann, bleibt die Action nicht nur spielerisch abwechslungsreich, sondern auch optisch interessant. Eine Neuerung bietet zudem das erstmals implementierte Buddy-System, mit dem man während der Kämpfe den anderen drei Charakteren Befehle für bspw. Special-Moves erteilen kann, sobald sich eine bestimmte Leiste gefüllt hat.

Aber…

Der größte und vielleicht einzig wirkliche Makel bislang ist die noch unsaubere Technik des Spiels. Aufploppende Gegenstände und kleinere Ruckler zehren derzeit noch an dem eigentlich sehr hübschen und auf Animationsseite.fantastischen Gesamtbild. Doch selbst mit den derzeit vorhandenen Problemen lässt sich schon jetzt sagen, dass Final Fantasy XV eine der eindrucksvollsten Rollenspiel-Welten der aktuellen Konsolengeneration bietet.

Final Fantasy XV wird groß, wird schön und hat das Potenzial, nicht nur eines der besten Final Fantasys, sondern eines der besten J-RPGs seit Langem zu werden. Momentan flutscht die Action zwar bereits spielerisch, aber wirkt technisch noch etwas unsauber auf dem Bildschirm. Dank der Verschiebung bin ich allerdings zuversichtlich, dass hier bis zum Release noch einmal ordentlich nachgebessert wird. Wenn die Story hält, was sie verspricht, und auch die Spielwelt auf Dauer genug Abwechslung bietet, erwartet uns hier im November etwas ganz großes.

Ouji

Ouji

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