Alles was wir zu Final Fantasy XVI wissen!

Lange, lange mussten wir warten, aber endlich wurde am vergangenen Mittwoch Abend Final Fantasy XVI offiziell im Rahmen des PlayStation-5-Showcases enthüllt. Aber was können wir vom neuesten Teil der Rollennspielreihe erwarten und was wissen wir bereits? Ich habe sämtliche bisher existierenden Infos rund um das Game, dessen Entwicklung und den Leuten dahinter zusammengefasst und hier in ein Video gepackt. Also viel Spaß!



Textversion

Einführung

Strenggenommen 14 Jahre hat es sogar gedauert, bis zur Ankündigung eines neuen nummerierten Singleplayer Final Fantasys. So wurde XV ja ursprünglich als Versus XIII im Jahr 2006 angekündigt, und mit FF XIV drei Jahre später ein weiteres MMO. Und erst jüngst hat Final Fantasy VII Remake den Platz eines neuen Mainline-Teils eingenommen. Umso schöner also, dass wir nach all der Zeit mit den immer gleichen Gesichtern oder Fabula-Nova-Crystallis-Überbleibsel, nun endlich ein komplett neues Final Fantasy Universum bekommen.

Die trockenen Fakten zuerst: Final Fantasy XVI wird konsolenexklusiv für PlayStation 5 erscheinen, zumindest vorerst. Wie lange die Exklusivtät anhält ist bisher nicht bekannt, aber zumindest eine PC-Version wurde schon angedeutet. Und da im offiziellen Video lediglich von „PlayStation console exclusive“ die Rede ist, gehe ich stark davon aus, dass wir auch eine PS4-Version sehen werden, auch wenn die bisher noch nicht offiziell bestätigt ist. Ein Datum oder einen Releasezeitraum gibt es übrigens bisher auch noch nicht.

Wie schon die vergangenen Teile ist auch XVI ein Action-Rollenspiel, das heißt, statt runden bzw. befehlsbasierten Kämpfen, werdet ihr die Figuren in Echtzeit steuern. So sehen wir im Trailer bereits einen kleinen Vorgeschmack auf die stylishen Hochgeschwindigkeitskämpfe, in denen die Charaktere im richtigen Moment ausweichen, zuschlagen, dashen, sich zum Gegner teleportieren und dabei verschiedene Skills und Zauber einsetzen müssen. Als spielbare Charaktere kennen wir bislang einen etwas jüngeren und einen etwas älteren schwarzhaarigen namenlosen Schwertkämpfer, die jeweils auf verschiedene Elementar- bzw- Beschwörungskräfte zurückgreifen können. Die starken äußeren Ähnlichkeiten der beiden lassen vermuten, dass es es sich herbei um den gleichen Charakter an unterschiedlichen Punkten der Story handelt.

Im Gegensatz zu den letzten Singleplayer-Final Fantasys, die eher in futuristischen bzw. modernen Settings angesiedelt waren, kehrt XVI zurück zur High-Fantasy, ähnlich wie bspw. Final Fantasy XII, XIV oder auch die ganz frühen Teile. Wir sehen also Charaktere in europäisch-mittelalterlichen Outfits, Rüstungen Schwerter und Burgen, anstelle von hochtechnologisierten Metropolen.

Story

Zur Story selbst ist bisher noch kaum etwas bekannt, aber aus dem Videomaterial lassen sich zumindest bereits ein paar erste Erkenntnisse gewinnen. So dreht sich Final Fantasy XVI um den Konflikt zwischen verfeindeten Nationen, um die Macht sogenannter Mutterkristalle. Diese Kristalle schützen die Nationen vor der Ausbreitung einer noch nicht näher spezifizierten Gefahr namens Blight und werden gleichzeitig als Kriegsmittel im Kampf verwendet. Irgendwie Verbunden damit sind die Final Fantasy typischen Beschwörungen, die hier Eicons genannt werden – wovon wir bisher Shiva, Ifrit, Titan und Phönix gesehen haben. Deren Kräfte können wiederum nur von speziellen Personen namens Dominants gerufen und eingesetzt werden. So hat die Gruppe mit unserem älteren namenlosen Protagonisten zu Beginn des Trailers explizit die Aufgabe – ein Mädchen – nämlich Shivas Dominant zu töten.

Ein weiterer dieser Dominants ist ein adeliges Kind namens Joshua, der die Kraft des Feuer-Eicons Phönix besitzt und so unter Anderem in der Lage ist, Leute zu heilen. Und hier kommt unser junger Protagonist ins Spiel, der sich selbst als „Joshuas Shield“ bezeichnet – was im Grunde einfach eine Leibgarde ist, die geschworen hat, den Dominant ein Leben lang zu beschützen. Im Gegenzug dafür, erhält er unter Anderem spezielle Phönix-Kräfte und Fähigkeiten im Kampf.

Nachdem der junge Joshua ansehen muss wie einer seiner Leute bei einem feindlichen Angriff getötet wird, bricht er zusammen und verliert die Kontrolle über seine Kräfte, wobei neben Phönix, nun auch noch zum Schock der anwesenden Soldaten Ifrit auftaucht. Ob Joshua sich selbst in Ifrit verwandelt hat, oder ob eine dritte Person dafür verantwortlich ist, lässt sich bisher allerdings nicht sagen. Das Schlachtfeld gerät ins Chaos und ein Kampf zwischen den beiden Feuer Eicons entbrannt, was schließlich das offizielle Logo des Games symbolisiert Wir können annehmen, dass es sich bei den Ereignissen um den Prolog des Spiels handelt, an die sich unser älterer Protagonist zu Beginn des Trailer am Lagerfeuer zurückerinnert.

Das als Zusammenfassung der bisher bekannten Story-Fakten. Es fehlen natürlich noch eine Menge Infos, um die Handlung wirklich greifen zu können. Ich gehe vielleicht in einem extra Video nochmal auf Theorien und Spekulationen zu den Charakteren ein.

Hintergrund & Entwicklung

Final Fantasy XVI wird von Square Enix Creative Business Unit 3 entwickelt. Die Abteilung, die unter Anderem auch für XIV verantwortlich ist, und die von Naoki Yoshida geleitet wird. Im Gegensatz dazu werkelt beispielsweise Unit 1 derzeit an dem nächsten Teil des Final Fantasy VII Remakes und der Kingdom Hearts-Reihe, während Unit 2 unter Anderem an Dragon Quest sitzt.

Dass Yoshidas Unit seit geraumer Zeit an einem neuen AAA-Spiel für die nächste Konsolengenertion arbeitet, war bereits ein offenes Geheimnis, so wurde schon Anfang letztes Jahr mit einer Stellenausschreibung für das Projekt rekrutiert. So hieß es damals, dass die Pre-Production abgeschlossen sei und man nun mit der Massen bzw. Fullproduction beginnen werde. Dazu wurde auch ein erstes Artwork veröffentlicht, das uns bereits einen vermeintlichen Vorgeschmack auf die Welt von Final Fantasy XVI gegeben hat.

Um Final Fantasy XVI und dessen Ausrichtunng besser zu verstehen, ist es essentiell, dass wir uns die Verantwortlichen dahinter genauer anschauen. So haben wir natürlich zum einen Naoki Yoshida als Producer, seines Zeichens Hauptverantwortlicher von Final Fantasy XIV bzw. der Rettung des Spiels mit und seit A Realm Reborn. Yoshida ist ein großer High-Fantasy Fan und hat in vergangenen Interviews bereits durchklingen lassen, dass er hofft, dass der nächste Teil wieder mehr in Richtung Sword & Sorcery geht. Zu seinen Lieblingsgames gehören unter Anderem Final Fantasy XII, Final Fantasy Tactics und Vagrant Story, allesamt Titel mit ähnlichem Setting und eher komplexen politischen Storylines.

Als Director haben wir Hiroshi Takai, der unter Anderem hauptverantwortlich für The Last Remnant und die SaGa- Reihe war. The Last Remnant war ein Rollenspiel der späten 2000er von Square Enix, das auch mit einem ähnlich Setting und Kriegsthematik aufwartete. Als weiteres Kernmitglied von Final Fantasy XIV, sind er und Yoshida inzwischen außerdem ein eingespieltes Team.

Als dritte wichtige Säule haben wir Ryota Suzuki als Battle Director. Suzuki ist erst seit kurzem ein Teil von Square Enix und war zuvor 20 Jahre als Designer bei Capcom tätig, wo er unter anderem an Titeln wie Devil May Cry 5, Dragon’s Dogma oder Ultimate Marvel vs. Capcom 3 gearbeitet hat. Seine Expertise in Action-Spielen ist ein unglaublicher Gewinn und lässt auf ein hoffentlich ebenso ausgefeiltes Kampfsystem hoffen. Die ersten Früchte seiner Arbeit sehen wir bereits im Reveal-Trailer.

Darüber hinaus sind bisher keine genauen Personalien bekannt, aber es ist davon auszugehen, dass ein Großteil des Teams aus Leuten besteht, die zuvor an Final Fantasy XIV und von denen bereits einige auch an XII gearbeitet haben. Der Stil und die Aufmachung von XVI erinnern deswegen auch nicht überraschend an die genannten Games und gehen damit eher wieder zu den Wurzeln der Reihe zurück, kombiniert mit einem modernen Action-Kampfsystem.

Ausblick

Im Grunde wichtig zu verstehen ist, dass es sich bei den Entwicklern um ein eingespieltes Team von wirklich fähigen Leuten handelt, die bereits eine Menge Erfahrung mit ähnlichen Titeln haben und mit der Rettung von Final Fantasy XIV sogar für einen der beliebtesten und bestbewertetsten Teile der letzten 10 Jahre verantwortlich sind. Mit XVI bekommen sie jetzt nach langer Zeit die Chance, der Reihe auch im Singleplayerbereich ihren ganz eigenen Stempel aufzudrücken. Während die eher bekannteren Veteranen von Square wie Tetsuya Nomura, Yoshinori Kitase und Motomu Toriyama gerade am zweiten Teil des VIIer Remakes sitzen. Final Fantasy XVI mag stilistisch deswegen nicht jedem auf den ersten Blick gefallen – da es eben von einem quasi neuen Team kommt – aber es ist auf jeden Fall ein extrem spannendes Projekt, das mit einer klaren Vision der Verantwortlichen eine Menge Potenzial hat.

Die ersten Planungen wurde übrigens Gerüchten zufolge nach dem Erscheinen von Final Fantasy XIV Heavensward von einem kleinen Team begonnen. Das war Ende 2015 und es befindet sich wie wir wissen seit etwa 1,5 Jahren in Vollproduktion. Auch wenn wir bisher keinen Termin haben, bin ich mir sicher, dass wir hier keine 3+ Jahre mehr auf das Game warten müssen, wie bei den vergangenen Teilen.

Ich hoffe ich konnte euch damit einen ersten guten Überblick zu Final Fantasy XVI verschaffen. Die nächsten großen Informationen sollen erst 2021 folgen, also wird es wohl erstmal etwas ruhig um das Game.

Ouji

Ouji

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.